„Panzerbuhne“ mit Blick auf Artlenburg

Der Begriff „Panzerbuhne“ bezieht sich historisch (1) und militärisch (2) auf das Übersetzen von Truppen und Panzern über die Elbe im Bereich zwischen Artlenburg (Niedersachsen) und Schnakenbek (Schleswig-Holstein).

In der Abbildung unten die mit dem Zusatz „Panzer“ benannte Buhne als Fortführung der Alten Salzstraße. Rechts davon die Hafenanlage des ehemaligen Kalksandsteinwerks

(1) zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 29. April 1945 starteten britische Truppen in den frühen Morgenstunden die „Operation Enterprise“. Sie setzten von Artlenburg über die Elbe zum sogenannten Glüsinger Grund bei Schnakenbek über. Dies war der letzte große Brückenschlag und die entscheidende Elbquerung der westlichen Alliierten , um den Vormarsch nach Schleswig-Holstein fortzusetzen.

(2) Aufgrund der geografischen Beschaffenheit (flacheres im Vergleich zum sonst steilen Elbufer) diente dieser Abschnitt auch nach dem Krieg im Kalten Krieg und darüber hinaus als strategischer Übungsplatz für Gewässerüberquerungen. Regelmäßig trainierten dort deutsche und britische Pionierbataillone den Ernstfall. Ein bekanntes Ereignis fand Ende 2017 statt: Zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen deutschen und britischen Amphibien-Pionieren bauten hier rund 180 Soldaten eine amphibische Schwimmbrücke, die selbst schwerste Panzer mit bis zu 70 Tonnen Gewicht tragen konnte.

Um die Uferböschung bei solchen Übungen nicht zu beschädigen, wurde die dort befindliche Buhne verbreitert und stark befestigt. Der Buhnenkopf wurde abgeflacht, damit die Überfahrt der Panzer zu den amphibischen Brücken einfacher möglich gemacht werden konnte.

Nach oben scrollen